Die Goldene Madonna

 

ist eine Marienfigur des Essener Domschatzes.

 

Mit einer Entstehungszeit um 980 ist sie die älteste erhaltene vollplastische Marienfigur der abendländischen Kunst.

Neben dem Kölner

Gerokreuz ist sie eines der wenigen erhaltenen ottonischen Großkunstwerke.

 

http://www.dom-essen.de

 

 

 

 

 

 




  • Pierre Auguste Renoir
  • Lise – La femme à l'ombrelle, 1867

  • Lise mit dem Sonnenschirm
  • Öl auf Leinwand
  • 184 x 115,5 cm
  • Erworben 1901 für das Museum Folkwang, Hagen, seit 1922 Essen
  • Inv.-Nr. G 144

 

 

Dieses erste Meisterwerk des jungen Renoir zeichnet sich durch die selbstverständliche Verbindung einer Landschaftsimpression – eine Lichtung im Wald von Fontainebleau – mit einem Porträt aus. Die Dargestellte ist Lise Tréhot (1848–1922), die Renoir 1865 über seinen Freund Jules Le Coeur kennengelernt hatte und die bis 1872 sein bevorzugtes Modell war. Der Maler präsentiert seine junge Liebe als à la mode gekleidete Pariserin vor verschatteten Bäumen. Die Robe aus weißem Mousseline entspricht der damaligen Kleiderordnung für einen sommerlichen Aufenthalt im Freien: Hochgeschlossen und mit langen Ärmeln, bot das Kleid Schutz vor Sonnenstrahlen und signalisierte gleichzeitig Sittlichkeit. Sorgfältig gibt Renoir auch die raffinierten Details der Garderobe wieder, die schwarzen Bänder an Dekolleté und Ärmeln, das kleine Strohhütchen mit Tüllaufsatz und roten Bändern, die farblich mit den dekorativen Ohrgehängen korrespondieren, und den Parasol aus Elfenbein, schwarzer Spitze und weißem Futterstoff. Als Zeichen seiner Liebe hat der Maler auf einen mächtigen Baumstamm im Bildhintergrund seine Initialen gesetzt. Das 1867 datierte Bild wurde schon bald als ein Hauptwerk des frühen Impressionismus betrachtet, obwohl es stilistischen noch dem Realismus beziehungsweise Pleinairismus nahe steht. Emil Zola und Zacharie Astruc bringen es in ihren Kritiken des Pariser Salons von 1868 mit Manets ›Olympia‹ und der ›Camille‹ von Monet in Zusammenhang. Mit dem Kauf dieses für Folkwang sehr bedeutsamen Gemäldes in der Berliner Galerie des Kunsthändlers Paul Cassirer etablierte sich Karl Ernst Osthaus als Sammler. »Wer ist der Käufer? Und wo liegt Hagen?«, soll Max Liebermann gefragt haben, der das Bild gerne für seine eigene Sammlung französischer Kunst erworben hätte.

 

 

Folkwang Museum 



 

 

 

 

BILD MACHT RELIGION

 

Kunst zwischen Verehrung, Verbot und Vernichtung


13 Okt 2018———24 Feb 2019

 

Die Ausstellung widmet sich dem Thema, wie sich Künstler ihren Lebensunterhalt im Dienst der Kirche, z.B. im Mittelalter, verdient haben.

 

kunstmuseum bochum

 


Mit großem Dank und ebensolchem Jubel feiert die LUDWIGGALERIE ihren 20. Geburtstag. Die Gesten zu solchen Emotionen finden sich - natürlich - auch auf Kunstwerken wieder. Und so ist dies das Grundthema, unter dem Meisterwerke aus der Sammlung Peter und Irene Ludwig in der LUDWIGGALERIE zusammengebracht werden. Mit internationalen Leihgaben bestückt, wird der nonverbalen Kommunikation, der stummen Dichtung, wie Leonardo da Vinci die Kunst benennt, nachgespürt.

 

Dabei treten, ganz im Sinne des Sammlerehepaares, Werke aus unterschiedlichen Zeiten und Weltregionen in einen Dialog. Von der Antike bis heute, von präkolumbianischer Kunst bis zum europäischen Mittelalter und noch sehr viel weiter reicht die Spanne. Die Frage, was die Dinge im Inneren vereint oder auch trennt, ist für die Ludwigs immer eine zentrale gewesen. Die Begegnung der Werke unter einer gemeinsamen Fragestellung führt dieses Interesse weiter. Mit Gesten kann man sich in der Fremde gut verständigen oder genau das Gegenteil erreichen: Vorsicht, wer in Indien den Kopf schüttelt!

 

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